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3. Liga: Acht Spiele Sperre für Özbek vom MSV Duisburg nach Tätlichkeiten in Lotte

Ein reichlich wilder Auftritt beschert dem eigentlich recht erfahren Baris Özbek vom MSV Duisburg nun eine herzhafte Sperre.Acht Partien lang darf Baris Özbek nicht eingesetzt werden, nachdem er wegen einer Tätlichkeit bei den Sportfreunden Lotte die Rote Karte sah und sich danach immer noch nicht beruhigte und weiter austeilte. Zudem sind vier weitere Spiele Sperre zur Bewährung ausgesetzt.

MSV Duisburg hat die Sperre akzeptiert

Von seinem Verein MSV Duisburg war er schon am Montag zu einer Geldstrafe und einigen sozialen Aktivitäten verdonnert worden. U. a. muss er in Meiderich eine Autogrammstunde geben, die nächste Partie beim Blindenradio des MSV Duisburg kommentieren sowie einen Teil seines Geldes für ein vom MSV geplantes Kinderdorf in Afrika spenden.

Mit der zunächste vom DFB vorgeschlagenen Strafe hatte sich der MSV Duisburg dann aber doch nicht einverstanden erklärt. Diese war e eventuell noch höher ausgefallen. Nun erfolgte der offizielle Richterspruch: 8 Spiele Pause für den 30-Jährigen, der schon bei Galatasaray Istanbul gespielt hat und etwas hitzigere Spielverläufe eigentlich gewohnt sein müsste. Zu seiner Verteidigung hatte Özbek im türkischen Fernsehen erklärt, dass man seine Familie beleidigt habe, was er nicht auf sich habe sitzen lassen können. Selbst im Fernsehen entgegnete ihm der Moderator: „Baris, bist du dumm!“ Dass Trash Talk im Profifußball dazu gehört, sollte Özbek inzwischen gelernt haben – und ist auch keine Entschuldigung für seinen Auftritt als Derwisch im Frimo-Stadion in Lotte.

Erst im Frühjahr 2017 wieder dabei

Bis weit ins Jahr 2017 hinein wird Trainer Ilia Gruev also auf die Dienste von Özbek verzichten müssen, der schließlich in Lotte immerhin von Anfang an aufgelaufen war. Nun hat er viel Zeit, über sein Verhalten nachzudenken, wenn seine Kollegen in den nächsten 8 Pflichtspielen ohne ihn auflaufen werden. Und die Zuhörer des Blindenradios werden sich sicher ein wenige über Özbeks Anwesenheit freuen.
Foto: flickr.com/Textilvergehen